Über das Museum

Das Museum befindet sich nahe dem Bahnhof im mittelböhmischen Lužná u Rakovníka in den Räumen eines ehemaligen Lokschuppens der Buschtěhrader Eisenbahn.

Die ersten historischen Fahrzeuge wurden hier zu Beginn des Jahres 1997 ausgestellt, zunächst in Freiwilligenarbeit von Mitgliedern verschiedener Vereine, die sich der Eisenbahngeschichte verschrieben haben. Im Jahr 1999 wurde die Exposition durch die Tschechischen Bahnen übernommen, die sie im Rahmen des Depots für historische Fahrzeuge (Depo historických vozidel - DHV) bis heute betreiben.

Der Weg zu uns

Falls Sie von Prag anreisen, ist der beste Weg sicherlich der mit der Bahn. Das Museum befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof Lužná u Rakovníka. Der Weg vom Bahnhof zum Museum ist mit Wegweisern ausgeschildert. Die Schnellzüge zwischen Prag und Rakovník, mit denen Sie am schnellsten zu uns reisen können, fahren vom innerstädtischen Masaryk-Bahnhof (Masarykovo nádraží) aller zwei Stunden. Die Fahrt von Prag nach Lužná dauert ca. eine Stunde und zwanzig Minuten. Ihre beste Verbindung finden Sie unter www.cd.cz/spojeni.

Bei einer Anreise mit dem Auto raten wir zur E48 von Prag Richtung Karlový Vary (Karlsbad). Bei einer Fahrt aus Richtung Prag biegen Sie am besten bei Nové Strašecí auf die II/237 ab. Für eine leichtere Orientierung weisen in einem Umkreis von ca. 5–10 km Richtungsweiser den Weg in das Museum. Falls Sie ein Navigationsgerät nutzen, geben Sie die Adresse oder direkt die Koordinaten in Ihr GPS ein, die Sie unter Kontakten finden.

Was Sie bei uns finden

O muzeu

Den meisten Menschen kommt im Zusammenhang mit historischen Eisenbahnen sicherlich zuerst eine Dampflokomotive in den Sinn. Gerade unsere mehr als dreißig Dampflokomotiven sind die größten Attraktionen des Museums. Es handelt sich um Exponate aus verschiedenen Zeiten der Bahn, angefangen von kleinen Lokalbahnen von der Wende zwischen dem neunzehnten und dem zwanzigsten Jahrhundert, bis hin zu den leistungsstärksten Maschinen, die den Höhepunkt und den langsamen Niedergang des Dampflokbetriebes in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert bezeugen. Der größte Teil dieser Ausstellungsstücke ist außer Betrieb, jedoch rufen ihre eleganten, aber gewaltigen Konstruktionen nach wie vor Bewunderung hervor.

Die ältesten Dampflokomotiven

Zu den ältesten Dampflokomotiven zählt ein Neuzugang des Museums – die Lokomotive 310.076. Gebaut wurde sie im Jahr 1899 in der österreichischen Lokomotivfabrik in Floridsdorf. Auf Regionalstrecken in den böhmischen Ländern und später in der Tschechoslowakei fuhr sie noch bis in die fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Seit den siebziger Jahren stand sie als Denkmal nahe dem Bahnhof im südböhmischen České Budějovice (Budweis). In das Museum nach Lužná wurde sie erst im Jahr 2009 überführt.

O muzeu Zu weiteren interessanten Vertretern der Dampflokomotiv-Ära gehört unter anderem auch die betriebstüchtige Lokomotive 434.1100 „Čtyřkolák“ („die Vierrädrige“) aus den Sammlungen des Nationalen Technischen Museums Prag, die die erste im Jahr 1920 in den Pilsner Škoda-Werken gebaute Lokomotive war. Die Maschinen dieser Reihe fuhren insbesondere auf Nebenstrecken. Außer in den Pilsner Škoda-Werken wurden sie auch in einigen anderen tschechischen Unternehmen gebaut. Von der Qualität ihrer Konstruktion zeugt die Tatsache, dass die letzten Stücke erst in den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts außer Dienst gestellt wurden.

Superlokomotiven

Ein Vertreter der herausragendsten Schellzuglokomotiven der Zwischenkriegszeit ist die Maschine 387.043 „Mikádo“ aus den Sammlungen des Nationalen Technischen Museums, bei der auf den ersten Blick vor allem der Durchmesser der Räder ins Auge fällt, der beinahe zwei Meter misst. Die Lokomotiven dieser Reihe fuhren einst auf den wichtigsten Fernverkehrsstrecken und wurden erst nach und nach mit der Einführung modernerer Lokomotiven der Reihen 498.0 und 498.1 „Albatros“ Ende der vierziger und Anfang der fünfziger Jahre verdrängt.

O muzeu Eine Spitzenlokomotive war auch beispielsweise die Tender-Dampflokomotive 477.043 „Papoušek“ („Papagei“), die in der Mitte der fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts an die Tschechoslowakischen Staatsbahnen für den stadtnahen Zubringerverkehr und den leichten Schellzugverkehr ausgeliefert wurde, also bereits zu einer Zeit, als elektrische Züge aufkamen. Die Lokomotiven dieser Reihe blieben bis fast Ende der siebziger Jahre in Betrieb.

Legenden

Ein ganz besonderes Exponat aus der Reihe der Dampflokomotiven ist ein weiterer unserer Neuzugänge, und zwar der Motorwagen mit Dampfantrieb M 124.001 „Komarek“ aus dem Jahre 1903 – eine Leihgabe aus den Sammlungen des Nationalen Technischen Museums.

O muzeuDieser Wagen wurde nach fast sechzig Jahren Standzeit in einer Halle des Nationalen Technischen Museums auf dem Prager Letná-Hügel wieder in Betrieb gesetzt und wurde somit zum ältesten betriebsfähigen Fahrzeug mit Dampfantrieb im Museum in Lužná. Neben Dampflokomotiven befinden sich in den Sammlungen des Museums auch zahlreiche Motorloks, da viele Reihen bereits ein Teil der Eisenbahngeschichte geworden sind. In der Exposition finden sich so zum Beispiel der Wagen T 478.3101 „Brejlovec“ („Brillenschlange“ oder „Taucherbrille“), der T 669.0001 „Čmelák“ („Hummel“) oder ein Vertreter der legendären russischen „Sergejs“, der T 679.1600. Darüber hinaus verfügt das Museum auch über Motorwagen, wie den M 240.0100 oder den M 262.090.

Schmalspurfahrzeuge

Im Museum werden auch Schmalspurfahrzeuge bewahrt – es handelt sich um Dampf- und Motorlokomotiven, die im Werksverkehr in den Hütten der Bergarbeiterstadt Kladno genutzt wurden. Daneben gibt es hier einige Fracht- und Güterwagen, vor allem Kippwagen, Plateauwagen für Gussblöcke, Schlackenwagen oder Zisternen. Betriebsfähige Lokomotiven dienen zudem mit einem entsprechend zur Passagierbeförderung umgebauten Wagen für Rundfahrten auf den Schmalspurgleisen des Museumgeländes.

O muzeuIn den Innenräumen des Museums finden Sie Exponate aus verschiedenen Bereichen des Schienenverkehrs – die größte Fläche gehört einem Saal, der sich der Ära des Dampflokbetriebes verschrieben hat. Neben Modellen finden sich hier zahlreiche Dokumente, Fotografien, 3-D-Exponate und diverse Lokomotiv-Bauteile. Eine sehr umfangreiche Sammlung widmet sich der Sicherheits- und Kommunikationstechnik. Zu sehen sind hier diverse Typen von Sicherheitsanlagen für Bahnhöfe und ein Querschnitt der bei der Bahn verwendeten Kommunikationstechniken. Auch einige sanierte mechanische Signaleinrichtungen in den Außenbereichen des Geländes zeigen die Bedeutung von Sicherheitsanlagen. Den eigentlichen Betriebsbereich illustrieren diverse typische Gegenstände der Eisenbahngeschichte, wie Schaffnerkellen, Leuchten, Fahrkarten oder Lochzangen zu deren Markierung. Eine Exposition über die Streckeninstandhaltung zeigt Handgerätschaften, verschiedene Kleineisen und Weichenteile.

Die Fläche vor der Rotunde dient der Präsentierung von Lokomotiven und Wagen, die um die Drehscheibe und auf weiteren Gleisen vor der Werkshalle angeordnet sind. Nahe dem Gleisanschluss zum Bahnhof des Ortes blieben technologische Anlagen für den Betrieb von Dampflokomotiven erhalten. Neben Kohlelagern befinden sich hier Wasserkräne zum Nachfüllen der Wasserbehälter von Lokomotiven, in den Gleisen ist eine Grube zur Entaschung der Lokomotiven zu sehen, es gibt eine Kontrollgrube oder eine sanierte Bekohlungsanlage der Marke Teudloff.

Kontakt

T: +420 313 537 700
E: info@cdmuzeum.cz

Öffnungszeiten:
19.4.–31.5.
Sa, So, feiertags 9.30–17.00

1.6.–31.8.
Di - So und feiertags 9.30–17.00

1.9.–30.10.
Sa, So, feiertags 9.30–17.00

Wo finden Sie uns

Mit der Bahn ins Museum

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Wussten Sie schon, dass...?

die Lokomotiven der Reihe 387.0 einen Treibraddurchmesser von fast zwei Metern hatten.